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escuela montessori JAN AMOS COMENIUS

Elba Rivera wurde 1964 in El Coral, Nicaragua geboren.

Mit 16 lernte Sie durch eine Alphabetisierungskampagne Lesen und Schreiben. 1988 verließ Elba Rivera Nicaragua um mit ihrem deutschen Mann nach Deutschland zu ziehen. Dort studierte sie Pädagogik und Politikwissen schaft in Tübingen. Als sie 1998 zur ihrer Heimat Nicaragua zurückkehrt, begann sie sich einen Lebenstraum zu erfüllen: Eine Schule, in der die Schüler nicht wie sonst üblich den Stoff nur auswendig, sondern durch eigenes Erleben und Ausprobieren lernen sollten. Ein Ort, an dem Lehrer nicht angsteinflößend sind, sondern hilfsbereit und fördernd – kurz: eine Schule, die in ihrer humanistischen Art bisher einzigartig in Nicaragua ist. Das Prinzip: Mit Freude und Neugier lernen. Nach dem Prinzip Maria Montessoris „Hilf mir es selbst zu tun“ wird die natürliche Begeisterung der Kinder für alles Unbekannte genutzt. So fühlen sich Schüler und Lehrer wohl und nur dann entsteht ein gutes Lernklima mit Disziplin im Unterricht – und das ganz ohne die sonst oft üblichen drakonischen Strafen.

Ein wichtiger pädagogischer Baustein der Schule ist außerdem, nach dem Prinzip Jan Amos Comenius, der interkulturelle Austausch. Hierzu tragen wir vier Freiwilligen aus Deutschland beispielsweise in Form von Englisch, Deutsch, oder Mathematik Unterricht entscheidend bei. Die Schule ist am Rande des Regenwaldes gelegen. Sie bietet etwa 100 Schülern im Alter von 5 bis 17 Jahren einen Ort des gemeinsamen Lernens. Gerade in der ländliche Bevölkerung Nicaraguas wirken die Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs noch deutlich nach: Gerade einmal 5,6 % der Schüler vom Land beenden die Secundaria, was als Voraussetzung gilt um später eine Ausbildung oder ein Studium machen zu können. Grund dafür ist zum einen, dass die Kinder meist selbst arbeiten gehen müssen. Viele der Familien, ca. 45 Prozent der Bevölkerung Nicaraguas, leben noch heute von nur einem Dollar am Tag: Die Opportunitätskosten, das Geld was den Eltern also aus bleibt, wenn sie ihre Kinder statt zum Arbeiten in die Schule schicken, können sich viele nicht leisten. Zum anderen ist die Ausbildung der Lehrer so miserabel, dass den Schülern dadurch schon allein die Motivation genommen wird, zu lernen. Verwunderlich ist das nicht: Das Gehalt eines Lehrers beträgt gerade einmal knappe 150 Dollar. Vergleicht man das mit anderen lateinamerikanischen Ländern, wo das Lehrergehalt im Durchschnitt 350 Dollar ausmacht, ist es nachzuvollziehen, dass diejenigen, die eine gute Ausbildung genossen haben, sich als letztes für den Beruf des Lehrers entscheiden würden.

Seit zehn Jahren wird der Regenwald Nicraguas gnadenlos abgeholzt. Was aber bedeutet das für die Bevölkerung von Nicaragua? Infolge der Rodungen fällt schon heute die Trockenzeit fast zwei Monate länger aus als noch vor 20 Jahren; das Niveau des Grundwassers sinkt stetig, die Trinkwasserversorgung wird aufwändiger und die einst so fruchtbaren Böden sind kaum noch nutzbar. Umso wichtiger ist es also, den Kindern ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, wie wichtig der Schutz der Natur ist. In Form von Ausflügen, Experimenten oder dem eigenen Schulgarten macht die emJAC das möglich.

Weitere Infos zur Schule findet ihr hier:

escuela experimental Jan Amos Comenius




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