Johanne in Nicaragua

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Nicaragua

Nein! Nicaragua liegt nicht in Afrika und Nein! Nueva Guinea liegt auch nicht in Neu Guinea. ;)

Nachdem es also immer mal wieder Missverständnisse über mein Einsatzland gibt hier ein paar Eckdaten über Nicaragua:

Nicaragua liegt in Mittelamerika und grenzt im Westen an den Pazifik und im Osten an den Atlantik an. Die Nachbarstaaten sind Honduras im Norden und Costa Rica im Süden. Im Vergleich zu Deutschland ist die Fläche Nicaraguas fast dreimal kleiner und mit den ca. 6 Mio. Einwohnern ist das Land nicht gerade dicht besiedelt. Die Bevölkerung zentriert sich vor allem an der Küstenregion um die Hauptstadt Managua, der größten Stadt Nicaraguas (1,1 Mio. Einwohner). Aufgrund der spanischen Kolonialzeit gehört die nicaraguanische Bevölkerung zu 80 % dem römisch- katholischen Glauben an. Mestizen, Nachfahren von Weißen und der indigenen Bevölkerung, stellen neben einer geringen Anzahl von indigener und afrikanischer Bevölkerung die Mehrheit der ethnischen Gruppen dar.

Mittelamerika

Nicaragua

Nueva Guinea




Amtssprache

Hauptstadt

Staatsform

Staatsoberhaupt und Regierungschef

Fläche

Einwohnerzahl

Bevölkerungsdichte

BIP nominal (2007)

BIP/Einwohner

Währung



Spanisch

Managua

Präsidialrepublik

Präsident Daniel Ortega

129.494 km²

5.891.199

45,5 Einwohner pro km²

5.723 Mio. US$

945 US$

Córdoba Oro


Geschichte

Im Jahre 1502 erreichte Christoph Kolumbus als erster Europäer Nicaragua und legte damit den Grundstein für eine lang anhaltende Kolonialzeit der Spanier. Doch mit der Schlacht von San Jacinto 1821 feiert Nicaragua seinen Unabhängigkeit jedes Jahr am 15. September.

In den Anfängen des 20. Jahrhunderts leidet Nicaragua unter der Besatzung der USA. Erst 1933 erhebt sich General Sandino gegen die Amerikaner und beginnt den ersten Guerillakrieg Mittelamerikas, was den Abzug der US-Truppen zur Folge hat. Nur ein Jahr darauf wird Sandino ermordet, was gleichzeitig den Beginn der Diktatur unter Anastasio Somoza García, der mit den USA zusammenarbeitet, darstellt, die bis 1979 anhielt.

Mit Daniel Ortéga an der Spitze entsteht die FSLN, Frente Sandinista de Liberación Nacional, eine Regierung des nationalen Wiederaufbaus, die gegen die Diktatur vorgeht. Somit flieht A. Somoza García und wird in Paraguay von Unbekannten getötet. Nicaragua durchsteht nun eine schwierige Zeit: Hunger, Armut und Rationierung von Strom und Benzin prägt das kleine Land. Da sandinistische Regierung nach US-Angaben Waffen an Salvador liefern, verhängte nämlich die USA eine Wirtschaftsblockade über Nicaragua.

In der folgenden Zeit herrschte ein bitterer Bürgerkrieg zwischen den Sandinisten und der Contra, eine paramilitärische Gruppe, die von der USA finanziell unterstützt wurde, da die Sandinisten als kommunistisch bezeichnet wurden. Das Geld zur Unterstützung stammte aus geheimen Waffenverkäufen der USA an den Iran. Die Contras versuchten, die Infrastruktur zu zerstören, unternahmen terroristische Überfälle auf die Landbevölkerung, legten Minen, verbrannten die Ernte, stahlen Vieh, um die Situation im Lande zu destabilisieren und die Bevölkerung zu verunsichern. Reagan nannte diese Gruppen „Freiheitskämpfer“. Dennoch brachten die ersten freien Wahlen in Nicaragua im Jahr 1984 eine Bestätigung der sandinistischen Regierung.

Seit der Verfassung von 1987 ist Nicaragua eine Präsidialrepublik. Die 93 Mitglieder der Nationalversammlung (Asamblea Nacional) werden auf fünf Jahre gewählt. Auch der Präsident wird für fünf Jahre direkt gewählt.

In den 90ern erfolgte ein Machtwechsel von sandinistischer zur antisandinistischer Regierung. Erst im Jahre 2006 konnte die sandinistische Partei einen Wahlsieg verbuchen und stellt damit den aktuellen Staatschef Daniel Ortega.

Aktuelle Entwicklung

Am 16. November 2011 trat Daniel Ortega zum dritten Mal als Kandidat bei der Wahl zum Präsidenten an.

In der nicaraguanischen Verfassung heißt es:
„Niemand darf zwei Amtszeiten hintereinander Präsident sein, weder das dritte Mal als Regierungsoberhaupt amtieren, wenn er in der Vergangenheit bereits Präsident war.“

Demnach hätte Daniel Ortega nicht wieder Präsident werden können. Er selbst verweist an dieser Stelle auf das Gleichheitsgesetz jedes nicaraguanischen Staatsbürgers und erhebt daher den Anspruch (wie jeder Nicaraguaner) Präsident des Landes werden zu dürfen.

Viele Nicaraguaner bezeichnen die Staatsform Nicaraguas mittlerweile als Diktatur.

Wer sich mehr für dieses Thema interessiert: Unter „meine Erfahrungsberichte“ findet ihr einen Bericht über den Wahlkampf Daniel Ortegas.




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